--- verzweifelt? ---



1. Symptome einer Depression

Depression ist eine Erkrankung, die die Gefühlsseite des Seelenlebens betrifft und sich individuell in sehr unterschiedlicher Weise äußern kann.

Bei einer Depression kommen immer mehrere Krankheitsmerkmale zusammen, man spricht i. d. R. von einem depressiven Syndrom.

Die häufigsten Merkmale einer Depression sind:

* Antriebslosigkeit
* Innere Unruhe und Schlafstörungen
* Fehlende Lebensfreude
* Innere Leere und Traurigkeit
* Vermindertes Selbstwertgefühl
* Schwindendes Interesse
* Konzentrationsschwäche
* Unentschlossenheit
* Schuldgefühle, Selbstanklagen
* Gestörte Farbwahrnehmung (alles ist grau)
* Gedanken an Selbstmord
* Körperliche Beschwerden und Mißbefinden


Alle Symptome können sich allmählich (über Wochen und Monate) oder sehr rasch (in Tagen oder Stunden) entwickeln. Bisweilen geschieht die Veränderung sogar schlagartig.

Viele depressive Patienten konzentrieren sich auf ihre körperlichen Symptome und vermuten in ihren Beschwerden eine organische Ursache. Häufig halten sich Depressive auch nicht für krank, was sie tatsächlich sind, sondern für Versager.



2. Formen der Depression

Es gibt nicht eine typische Form der Depression, sondern viele verschiedene Symptome, die in den unterschiedlichsten Kombinationen vorhanden sein können. In der Regel unterscheidet man verschiedene Depressionsformen nach Schweregrad und Anzahl der Symptome:

* Leichte Depressionen äußern sich durch einige nicht allzu stark ausgeprägte Symptome und sind gut und schnell zu bewältigen. Ohne Behandlung können sie sich jedoch leicht zu mittelschweren Depressionen entwickeln.
* Mittelschwere Depressionen zeichnen sich durch ein breiteres Spektrum an Symptomen und Probleme bei der Bewältigung des Berufs- oder Privatlebens aus.
* Schwere Depressionen sind eine ernsthafte Krankheit. Sie bereiten dem Betroffenen große Schwierigkeiten alltägliche Lebenssituationen zu meistern und werden häufig von Selbstmordgedanken begleitet. Schwere Depressionen müssen in der Regel von Fachärzten (Nervenarzt, Psychiater) oder in der Klinik behandelt werden.



3.Häufigkeit der Depression

Zur Epidemiologie:

* Die Depression ist eine der häufigsten Erkrankungen des Gehirns.
* Depressionen treten bei Menschen aller sozialen Schichten, Kulturen und Nationalitäten auf.
* Auf der ganzen Welt sind rechnerisch derzeit 340 Mio. Fälle von Depression vorhanden.
* Allein in Deutschland erkranken ca. 20 % aller Bundesbürger einmal in ihrem Leben an einer Depression.
* Während ca. 25 % erwachsener Frauen an einer Depression erkranken, sind nur ca. 10 % aller erwachsenen Männer betroffen.
* Nicht nur Erwachsene leiden an Depressionen: ca. 2 % Kinder unter 12 Jahren und 5 % Jungendliche unter 20 Jahren erkranken an Depressionen.
* In den letzten Jahren ist eine Zunahme depressiver Erkrankungen zu beobachten, vor allem bei jüngeren Geburtsjahrgängen.
* Etwa die Hälfte aller Depressionen wird erkannt, und davon bleibt die Hälfte unbehandelt.
* 10 - 15 % aller Depressionspatienten begehen Selbstmord.



4. Ursachen der Depression

Es gibt viele mögliche Ursachen einer Depression:

* Seelische Belastungen durch einschneidende seelische oder soziale Veränderungen im Privat- oder Berufsleben.
* Erschöpfung durch Überarbeitung in Beruf oder Familie oder durch Streitigkeiten.
* Zu geringe Auslastung z. B. durch Arbeitslosigkeit,
* Ruhestand oder durch geistige oder körperliche Untätigkeit.
* Körperliche Erkrankungen, wie z. B. Hirnerkrankungen,
* Schlaganfall, schwere Herzkrankheiten oder hormonelle Umstellungen.
* Veranlagung.



5. Verlauf der Depression

Dauer

Eine Depression kann zwischen Wochen und Monaten, in seltenen Fällen bis zu Jahren andauern. Eine Behandlung verkürzt und erleichtert den Ablauf jedoch wesentlich.

Rezidive

Eine Depression kann - muß aber nicht - sich später durchaus wiederholen. Rückfälle können durch die entsprechende Medikation mit Antidepressiva mit hoher Wahrscheinlichkeit verhindert werden. Werden neuerliche Symptome bereits im Frühstadium wieder behandelt, läßt sich die volle Ausprägung abfangen.

[von www.depression.de]




Eigene Meinung:

Meiner Meinung nach sind Depressionen nicht immer nur eine "Krankheit des Gehirns", sondern können auch durch die Denkweise über bestimmte Dinge erklärt werden.
Pessimisten/Realisten zum Beispiel haben ein völlig anderes Weltbild, als die "normalen", oberflächlichen Optimisten, denn sie erkennen all das Leid und die Sinnlosigkeit in der Welt und fühlen sich deshalb machtlos, wertlos und als Versager. Das hat für mich dann eigentlich relativ wenig mit einer "Krankheit des Gehirns" zu tun, sondern schlicht und einfach mit der Denkweise und der Lebensphilosophie des einzelnen Menschens.
Ich finde es nicht gut, dass die Ärzte immer alles auf das Körperliche schieben, so auf die Art "ah, also hier stimmt was mit den Hormonen nicht, deswegen haben sie eine Depression! Also geben wir ihnen doch eine Droge, die das reguliert, dann sind sie ihre Depris sicher auch bald los!" Hallo? So etwas finde ich einfach nur krank...
Soviel zu meiner bescheidenen Meinung...






Für die depressiven unter uns, die mal wieder schmunzeln wollen:

Ode an die schlechte Laune


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